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Schilddrüsenerkrankungen vorbeugen. Schlaflosigkeit oder Antriebsschwäche können Anzeichen sein

22. September 2021

Unsere Schilddrüse, auf Höhe des Kehlkopfs gelegen, produziert mit Hilfe des Spurenelements Jod das über die Nahrung aufgenommen wird die Hormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Tetrajodthyronin). Sie steuern im Körper Wachstum, Knochenwachstum, Muskulatur, Cholesterinblutspiegel und Energiestoffwechsel.

Schilddrüsenerkrankungen vorbeugen. Schlaflosigkeit oder Antriebsschwäche können Anzeichen sein

Jodmangel ist die häufigste Ursache
Schilddrüsenerkrankungen entstehen bei uns häufig durch Jodmangel, da unsere auf unseren Böden gewachsenen Lebensmittel in der Regel zu wenig Jod enthalten. Häufige Erkrankungen sind die Schilddrüsenüberfunktion, die Schilddrüsenunterfunktion, der Kropf (Struma), gutartige Geschwülste oder Krebs. Der Arzt untersucht zunächst den TSH-Wert und nimmt eine Ultraschalluntersuchung vor.

Schilddrüsenüberfunktion durch Basedowsche Krankheit
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion kommt es oft zu Symptomen wie Schlafstörungen, Nervosität, Konzentrationsschwäche und Schwitzen. Für eine Überfunktion ist meist die sogenannte Basedowsche Krankheit verantwortlich. Diese Autoimmunkrankheit schüttet verstärkt Schilddrüsenhormone aus.

Schilddrüsenunterfunktion durch Entzündung
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion sind Kälteempfindlichkeit, Antriebsschwäche oder depressive Verstimmung typisch. Zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommt es durch eine Entzündung und Schädigung des Schilddrüsengewebes. Die Hashimoto-Thyreoditis ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Das Immunsystem greift hier das Schilddrüsengewebe an (Automimmunkrankheit).

Pro Tag sollte man 200 Mikrogramm Jod aufnehmen
Schilddrüsenüberfunktion und -unterfunktion lassen sich in der Regel gut behandeln. Die wichtigste Vorbeugung besteht in einer ausreichenden Versorgung mit Jod - 200 Mikrogramm pro Tag. Auch wenn Jodsalz eine wichtige Jodquelle ist, reicht dies nicht aus. Brot sowie Milchprodukte und Fisch und Meeresfrüchte sind gute Jodlieferanten. Rauchen sollte man meiden.

Bildnachweis

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